Klug geplant.
Schön ergänzt.
24139 – Oberteuringen-Hefigkofen
Moderne, Doppelhaushälfte und kleinem Garten. Ein Auto steht auf dem Grundstück, sonniger Tag im Wohnviertel.
Doppelhaushälfte Satteldach bis 140 m² 2-geschossig

Doppelhaushälfte mit maßgeschneidertem Bestandsanschluss

Hausgröße 210 m²

Auf den ersten Blick wirkt diese Doppelhaushälfte in Hefigkofen angenehm klar und zurückhaltend. Hinter der geradlinigen Architektur verbirgt sich jedoch eine anspruchsvolle bauliche Aufgabe: Der Neubau musste an ein bestehendes Nachbarhaus angeschlossen werden, dessen tatsächliche Lage und Höhe von den ursprünglichen Annahmen abwichen.

Das Bestandsgebäude stand weiter von der gemeinsamen Grenze entfernt als vorgesehen. Gleichzeitig war es niedriger als die neue Doppelhaushälfte. Ein gewöhnlicher Gebäudeanschluss war deshalb nicht möglich. Für den seitlichen Abstand und den Höhenversatz mussten eigene Anschlussdetails an Dach und Fassade entwickelt werden.

Genau bei solchen Sondersituationen zeigt sich die Stärke einer individuellen Planung. mmwohnbau entwickelte eine technisch sichere und optisch ruhige Übergangslösung, durch die sich der Neubau trotz der unterschiedlichen Baukörper selbstverständlich an den Bestand anfügt.

Entstanden ist ein 2024 fertiggestelltes Zuhause für Mutter und Tochter, das auf rund 130 m² Wohnfläche viel Platz für den gemeinsamen Alltag und zugleich klar getrennte persönliche Bereiche bietet.

Klare Architektur mit cleveren Detaillösungen

Das Haus wird von einer reduzierten weißen Fassade, dunklen Fenstern und einem anthrazitfarbenen Satteldach geprägt. Die unterschiedlichen Fensterformate folgen den dahinterliegenden Räumen und geben den Fassaden einen individuellen Rhythmus.

Im Eingangsbereich wird der vorspringende Erker gleichzeitig als massive Überdachung der Haustür genutzt. Damit erfüllt ein Bauteil gleich zwei Funktionen: Es schafft zusätzlichen Raum im Obergeschoss und bildet darunter einen geschützten Hauseingang.

Das Projekt im Überblick

Die Doppelhaushälfte wurde 2024 in massiver Bauweise errichtet. Der zweigeschossige Baukörper besitzt Außenmaße von rund 11,00 × 8,60 Metern und ein Satteldach mit einer Neigung von 35 Grad.

Das Haus wurde bewusst ohne Keller geplant. Anstelle eines Untergeschosses wurden die benötigten Abstellflächen direkt in die Wohngeschosse und in den unbeheizten Dachspeicher integriert. Die große Photovoltaikanlage auf dem Dach ergänzt das klare Gebäudekonzept.

Eine Besonderheit des Projekts ist der individuelle Anschluss an die bestehende Doppelhaushälfte. Unterschiedliche Gebäudehöhen und die abweichende Lage des Nachbarhauses machten maßgeschneiderte Lösungen für Gebäudefuge, Fassade und Dachanschluss erforderlich.

Planung und Raumkonzept

Im Erdgeschoss befindet sich neben den gemeinschaftlich genutzten Räumen auch ein separates WC. Ein eigenes Büro schafft einen ruhigen Bereich für die Arbeit von zu Hause.

Die zweiviertelgewendelte Treppe mit geschlossenen Setzstufen verbindet die Wohnebenen. Der Raum darunter wurde nicht verschenkt: Hinter einer unauffälligen Tür entstand ein gut zugänglicher Abstellbereich, der zusätzlichen Stauraum direkt im Erdgeschoss bietet.

Im Obergeschoss stehen zwei getrennte Badezimmer zur Verfügung. Eines davon ist als En-suite-Bad direkt dem Elternschlafzimmer zugeordnet. Das zweite Bad schafft einen eigenen Bereich für die Tochter. Ergänzt wird die Etage durch ein großzügiges Kinderzimmer.

Da das Haus nicht unterkellert ist, wurde auch der Dachraum gezielt in das Stauraumkonzept einbezogen. Anders als bei einer gewöhnlichen Einschubtreppe ist der unbeheizte Speicher über eine fest eingebaute Treppe erreichbar. Dadurch lässt sich die umfangreiche Lagerfläche komfortabel und sicher nutzen.

Architektur und Ausstattung

Die Gestaltung des Hauses folgt einer klaren, modernen Linie. Weiße Putzflächen bilden den ruhigen Hintergrund für dunkle Fensterrahmen, Rollläden und Dachflächen. Das steile Satteldach nimmt die Form des Nachbarhauses auf, entwickelt sie durch die größere Gebäudehöhe aber eigenständig weiter.

Der vorspringende Erker markiert den Eingang und übernimmt zugleich die Funktion einer dauerhaften Eingangsüberdachung. Schmale, hochformatige Fenster an der Giebelseite bringen gezielt Tageslicht in die dahinterliegenden Räume und lockern die ansonsten geschlossene Fassade auf.

Besondere Aufmerksamkeit galt dem Übergang zum Bestand. Der Höhenversatz und der seitliche Abstand wurden nicht kaschiert, sondern konstruktiv sauber in die neue Gebäudeform integriert. So entstand eine Doppelhaushälfte, die zeigt, wie sich auch ungewöhnliche Ausgangssituationen mit Erfahrung und individuellen Details überzeugend lösen lassen.

Moderne, Doppelhaushälfte und kleinem Garten. Ein Auto steht auf dem Grundstück, sonniger Tag im Wohnviertel.